Administratorenarbeit im Chat

Allgemein

Ein Admin (Kurzform für Administrator)ist ein User, der mit erweiterten Benutzerrechten ausgestattet ist. Die Hauptaufgabe der Admins ist es darauf zu achten, dass die Benutzerrichtlinien, quasi die Chatregeln, eingehalten werden.
Mit Hilfe der erweiterten Rechte kann er User knebeln oder direkt aus dem Chat werfen. Im äußersten Fall kommt es zu einer Sperre. Zusätzlich fallen ab und an auch kleinere Verwaltungsarbeiten an wie die Liste der eingetragenen Sperrungen ausmisten in Form von alte Einträge löschen oder auch Doppelanmeldungen entfernen. Viele Chats bringen gleich eine eigene Methode mit, die angemeldete User automatisch nach 90 Tagen Inaktivität löscht, was den Aufwand, die Userliste zu verwalten erheblich erleichtert.


Speziell

Der Admin von HP-Fans.de geht natürlich nicht nur diesen Aufgaben nach, sondern hilft den Usern, wenn es Fragen oder Probleme gibt. Die häufigsten Probleme sind vergessene Passwörter oder geänderte und dann vergessene Nicknames. Ab und an gibt man den Neulingen auch eine Einweisung in die Hauptfunktionen, was in den meisten Fällen unproblematisch ist.
Häufiger ist man aber auch Seelsorger. Das ist allerdings wohl mehr auf die eigene Persönlichkeit zurückzuführen.


Erlebnisse der besonderen Art

Ab und an hat man als Admin aber auch Erlebnisse der besonderen Art.

Cyberterror, die 2.

(November 2008)

Der Frieden hielt nicht lange. Scheinbar fand schon unten aufgeführter User es lustig weiterhin Nutzer unserer Community per E-Mail zu beleidigen. Das ließen sie jedoch an sich abperlen. Dennoch fand der Jugendliche wieder einen Weg in den Chat. Man ließ ihn gewähren und dachte sich nichts weiter dabei, denn es sprach so gut wie niemand mehr mit ihm, was natürlich durchaus verständlich war. Wer nun aber gedacht hatte, dass sich die Situation von alleine klären würde, hatte sich getäuscht. Jetzt meinte derjenige, es wäre total lustig mir mehrmals zu drohen, er würde mir Briefe per Post schicken. Das Herausfinden der Postadresse ist natürlich nicht wirklich schwierig, da meine Homepage in der Community verlinkt ist und im Impressum die Anschrift steht. Dafür ist die Adresse natürlich nicht gedacht, dass sie nun für Beleidigungen per Postweg genutzt wird. Das war ein Grund den User nun wieder aus dem Chat zu entfernen. Es bleibt abzuwarten, wann und ob der Terror wieder von vorne losgeht.

P.S.: Da der User 5 Euro Taschengeld im Monat bekommt, mache ich mir nicht allzu viele Sorgen, dass ich überhaupt Briefe bekomme und es wird dann auch keine Flut sein. Aber scheinbar wurden dem Jugendlichen nie Grenzen gesetzt bzw. konsequent durchgegriffen diese dann auch einzuhalten.

First Generation

(September 2008)

Ein alter User fand wieder den Weg zu HP-Fans und machte zugleich den Vorschlag, die alten Hasen zu einem Treffen zusammen zu holen. Wenn alles gut geht, wird das im Dezember statt finden und man sieht User wieder, die man vor fünf Jahren kennen gelernt hat. Beim Aufzählen dieser, wurde dann doch aber deutlich, dass ein Großteil überraschenderweise immer noch aktiv ist. Jedenfalls darf man gespannt sein.

Cyberterror

(September 2008)

Es gibt Leute, die können es nicht lassen oder haben zuviel Zeit. Was der Auslöser eines Cyber-Amoklaufes war kann ich nicht ergründen. Scheinbar hatte sich der User regelwidrig verhalten und das nicht nur einmal, was zu einer Sperre im Chat führte. Danach ging es im Forum heiß her. Nach mehrmaligen Beleidigungen und darauffolgenden Verwarnungen, wurde der User auch dort gesperrt. Wer jetzt dachte, es ist Ruhe, der irrte gewaltig. Es folgten neue Anmeldungen im Forum und weitere Sperrungen. Warum keine IP-Sperre angelegt wurde, ist mir rätselhaft. Man bekam das ganze Spektakel nur mit, weil im Hausboard der Gryffindors ständig neue User auftauchten, was aber nun doch immer die selbe Person war. Es folgte auch eine weitere Anmeldung im Chat und es folgten weitere Beleidigungen der User. Nachdem ich den User sperrte, wurde der Kreuzzug des Users nun auch ins Hausboard getragen, was ziemlich nervig wurde. Ständig erhielt man private Nachrichten, die es nicht wert waren sie zu lesen. Scheinbar hat aber ein Gegenhalten etwas bewirkt und plötzlich hörte der Terror auf und es folgten Entschuldigungen.

Rachegelüste

(März 2007)

Letztens wurde ich im Chat von einer aufgeregt Userin empfangen, die mich unbedingt unter vier Augen sprechen wollte und vollkommen aus dem Häuschen war. Sie erzählte mir, dass sie von einem User aus der Community verfolgt werde, er sie anrufen und sexuelle Handlungen von ihr verlangen würde. Beharrlich pochte sie darauf, dass ich den "Stalker" sofort sperren sollte.
Woher er ihre Telefonnummer hatte, wusste sie nicht. Da die Jugendlichen heute doch sehr freizügig mit ihren Daten umgehen, war es schon wahrscheinlich, dass der User sich diese Nummer über Umwege besorgt hat. Ich riet ihr, dass sie mit ihren Eltern darüber reden sollte und die Polizei einzuschalten ist (solche Hinweise sollte man schon so ernst nehmen). Jedoch druckste die Userin daraufhin rum und der Beschuldigte kam wenig später hinzu. Alles klärte sich relativ schnell auf. Die Userin hatte eine Auseinandersetzung mit dem User in seinem eigenen Chat, weswegen sie dort ausgeschlossen wurde. Da ich solche Anschuldigen für wenig lustig halte und die Userin im allgemeinen kein unbeschriebenes Blatt ist, wurde sie einstimmig von den anwesenden Admins ebenfalls bei uns ausgeschlossen.

Uneinsichtiger User

(Januar/Februar 2007)

Dieser Fall gehört schon zu den außergewöhnlichsten, die ich in den letzten 3 1/2 Jahren Administratorenarbeit miterlebt habe, da dieser User in Sachen Hartnäckigkeit und mutwillige Dummheit kaum zu übertreffen ist.
Besagter User meinte, er müsse seine persönlichen Differenzen mit einem anderen Mitglied der Community durch ein provozierendes und destruktives Verhalten ausleben und am besten so vielen Mitgliedern wie nur möglich schaden. Zuerst war es das übliche Bild, dass man erstmal den Admins auf die Nerven geht und ihnen ihren Job erklärt. Da er dann auch Usern gegenüber ausfällig wurde, wurde er verwarnt und dann kurzfristig gesperrt. Das wiederum nahm er zum Anlass Links in den Chat zu setzen, die zu ominösen Downloads mit Endungen ".exe" führten, was natürlich ein Hinweis auf Schadsoftware ist.
Als sei das nicht schon genug, drohte er auch noch auserwählten Admins, dass er ihre Accounts "hacken" und Schaden unmittelbar im Chat durch z.B. das Löschen der Userliste zu schaffen.
Zur Zeit taucht besagter User selten bis gar nicht mehr auf - möglicherweise gibt es eine Fortsetzung.