Cover Assassin's Creed

Spielinhalt

In dem Spiel bewegt sich der Spieler als Altair, einem Meister der Assassinen, durch die mittelalterliche Welt von Damaskus, Akkon und Jerusalem. Die Kreuzzüge zerreißen das Heilige Land. Sarazenen und Kreuzfahrer bekämpfen sich im dritten Kreuzzug und versuchen die Oberhand zu gewinnen. Die Sekte der Assassinen hat das Ziel der Befriedung dieser Auseinandersetzung. Dies versuchen sie durch gezieltes Ausschalten von Führern zu erreichen, wobei sie stets im Verborgenem handeln.

Das Spiel beginnt damit, dass Altair den Auftrag erhält mit einer kleinen Gruppe von Assassinen den Schatz der Templer zu stehlen um einen Missbrauch der Macht des Schatzes unmöglich zu machen. Die Gruppe versagt und einige kommen zu Tode. Altair wird vom Meister und Führer der Assassinen zu einem Novizen degradiert. Durch Aufträge muss sich Altair nun das Vertrauen seines Meisters zurück erlangen, um wieder ein vollwertiges Mitglied der Assassinen zu werden.


Insgesamt sind neun Führer der scheinbar verschiedenen Parteien auszuschalten. Um das umzusetzen, muss der Spieler in der jeweiligen Stadt Informationen sammeln. Dafür ist das Erforschen der Städte, Taschendiebstähle, Belauschung von Gesprächen und „Befragungen“ notwendig. Zudem kann man auch Bürger vor den dort ansässigen Wachen retten und anderen Assassinen bei ihren Aufträgen gegen Tausch von zusätzlichen Informationen helfen.

Mit jeder erfüllten Mission erhält der Spieler vom Meister der Assassinen einen Rang und eine zusätzliche Fähigkeit für den Kampf bzw. eine neue Waffe. Jedoch kommen der Figur Altair Zweifel, denn die jeweiligen Führer, die ermordet wurden, offenbaren ihm kurz vor ihrem Ableben ihre Ziele, die im Gesamten denen der Assassinen gar nicht so unähnlich sind. Zudem stehen alle neun Personen, obwohl sie sich gegenseitig bekämpfen, in einem verschworenem Bündnis zueinander – Templer.


Hat der Spieler alle neun Templer beseitigt, kehrt er zur Basis Masyaf der Assassinen zurück und muss feststellen, das sein Meister sich gegen die Assassinen gerichtet hat und nun mehr der 10. Templer ist, der zudem den Schatz der Templer und damit die Macht, die Gedanken der Menschen zu manipulieren, besitzt. Es folgt der letzte Kampf, wo der Schüler seinen Meister trotz dem Schatz der Templer, schlägt und die Region befriedet.

Um die Geschichte zu verstehen, muss man den Dialogen genau folgen. Trotzdem wurde die Vielschichtigkeit relativ gut herausgearbeitet und ein Bezug zur richtigen Geschichte durch Gegner wie König Richard, Robert de Sablé und Saladin hergestellt. Allerdings wurden Elemente aus der Neuzeit mit eingebaut, wo sich der geneigte Spieler fragt, ob die Entwickler keine besseren Ideen hatten. Beispielsweise gab es Missionen, in denen eine Bücherverbrennung statt fand oder man einen Templer zur Strecke bringen musste, der in einem Hospital grausame Experimente an Menschen durchführte, um den perfekten Soldaten zu schaffen.


Der Rahmen für dieses Szenario wird durch den Animus geschaffen, eine Technologie, die es möglich macht Desmon Miles, einem Mann aus der Gegenwart, das Leben seiner Vorfahren, also Altair, noch einmal gedanklich zu durchleben. So wollen die Anhänger einer modernen Templerorganisation den Schatz der Templer wieder finden. Am Ende dieses Experiments erkennt Desmon, dass er nicht der erste ist, den sie gefangen gehalten und in den Animus gesteckt haben.

Auf den Rahmen hätte man eigentlich verzichten können, weil er an sich etwas herausgelöst scheint. Jedoch könnte genau das der Aufhänger von Assassin's Creed 2 sein, was bereits in der Entwicklung ist und im 18. Jahrhundert spielen soll. [Update (24.6.09): Assassin's Creed 2 wird im 15. Jahrhundert spielen mit den Schauplätzen italienischer Städte wie Venedig und Florenz.]
Da sich vermutlich jetzt die wenigsten Spieler intensiv mit der Geschichte beschäftigen werden und die, die es tun, sich im Klaren sind, dass das Spiel moralisch nicht einwandfrei ist (welches Spiel ist das schon aus diesem Genre), wird es sicherlich keine Terroristen heranziehen, denn was anderes ist Altair streng gesehen auch nicht.

Bewertung Spielinhalt:      


Gameplay (dt. Spielmechanik)

Die erschaffene Welt des Mittelalters und die Figuren sind graphisch sehr aufwendig gestaltet worden. Besonders Jerusalem ist gut gelungen. Jede Stadt zeigt ihr individuelles Gesicht samt Nobel- und Armenviertel.

Die Steuerung von Altair ist aus der Spielreihe Prince of Persia bestens bekannt. Tutorials führen den Spieler in die Nutzung der unterschiedlichen Aktionen ein. Abgekupfert wurde der sogenannte Adlerblick ein wenig von Zelda-Twilight Princess. Dort hatte man als Spielfigur die Möglichkeit einen Sinn zu nutzen, der bestimmte Dinge in der Umgebung farblich hervorhob und den Rest in eine Art schwammiges Grau tauchte. Genau das gleiche kann die Figur Altair ebenfalls, wobei die Ziele bzw. Gefahren auch danach noch farblich gekenntzeichnet waren, wenn man wieder im normalen Modus spielte.

Als Spieler entwickelt man schnell ein Gefühl für akzeptierte und nicht akzeptierte Verhaltensweisen, denn das Entdecken der wahren Identität durch die Wachen aufgrund zu auffälligen Verhaltens möchte man unter allen Umständen vermeiden. So ist halt nicht immer der kürzeste Weg der beste. Zudem ist eine gute Vorbereitung manchmal unerlässlich um einen Auftragsmord erfolgreich durchzuführen. Wie der Spieler Altair spielt, bleibt ihm selbst überlassen. Man kann heimlich so viele Wachen wie möglich beseitigen um möglichst große Erfolgschancen bei der Flucht nach einem Attentat zu haben, denn dann sind alle Wachen in der ganzen Stadt alamiert und erkennen den Spieler schon bei Sichtkontakt oder man setzt es sich zum Ziel über so wenig Leichen wie möglich zu gehen.

Die automatische Kameraführung während eines Kampfes ist ab und an etwas unvorteilhaft, denn wenn man seine zu steuernde Figur wegen Büschen, Mauern oder gar Gegnern nicht sieht, ist es schwer sinnvoll zu reagieren. Das passiert meistens dann, wenn man von vielen Gegnern umzingelt ist oder in eine Ecke gedrängt wurde, was in einer Stadt nicht so selten passiert.

Nervig sind auch die immer gleichen Phrasen, die die Bürger der Stadt sagen, wenn man beispielsweise eine Mauer erklimmt (auffälliges Verhalten). Hier hätte man durchaus etwas mehr Kreativität walten lassen können.
Auch hätte der Schwierigkeitsgrad bzw. die KI (Künstliche Intelligenz) der Gegner gehobener ausfallen können. Viele Missionen gelingen einem auf Anhieb auch wenn man kein geübter Spieler ist. Es fällt auf, das die Gegner sich alle auf dem gleichen Level befinden, was bedeutet mit Fortschritt des Spieles fällt es einem immer leichter Missionen zu erfüllen, da man neue Waffen und Kampftechniken hinzubekommt. Das gilt natürlich nicht für die Boss-Gegner (Boss: Gegner am Ende eines Levels/Mission, eigentliches Ziel), obwohl auch diese keine großartige Hürde darstellen.

Dennoch macht es Spaß über die Dächer der Städte zu springen, Bürger zu retten und immer neue Wege zu finden sich in bewachte Bereiche ein zu schmuggeln. Da lässt das Spiel einem jegliche Freiräume.
Einen dicken Minuspunkt gibt es allerdings dafür, dass Altair nicht schwimmen kann, was so gar nicht zu der Figur passt. Das bedeutet, fällt man ins Wasser, dann hat man das Zeitliche gesegnet.

Bewertung Gameplay:      

Fazit: Gelungenes Spiel, das den Spieler in seine Welt zieht.

Offizieller Trailer

Das Video ist bei Youtube frei verfügbar, ich empfehle trotzdem, es erst ab einem Alter von 16 Jahren anzuschauen - schließlich gilt dies auch für das Spiel.

USK